SimHub taucht aus gutem Grund in Gesprächen über Simracing auf: Es ist eine der einfachsten Möglichkeiten, Informationen aus „echten Autos“ (Dashboards), bessere Entscheidungsgrundlagen (Daten zu Kraftstoff und Reifen) und sogar zusätzliches Fahrgefühl (taktile Effekte) hinzuzufügen, ohne gleich eine komplett neue wheelbase kaufen zu müssen.
Wenn du schon einmal das Rig einer anderen Person gesehen und gedacht hast: „Wie haben die ein Dashboard, LEDs, Bass-Shaker – und alles funktioniert einfach?“ — dann ist SimHub oft die Antwort.
Was SimHub tatsächlich macht
SimHub ist eine PC-Software, die Telemetriedaten aus unterstützten Rennsimulationen ausliest und in nützliche Ausgaben umwandelt. Die häufigsten Ausgaben sind:
- Dashboards: Ein Bildschirm an deinem Rig, der Geschwindigkeit, Gang, Drehzahl, Temperaturen, Kraftstoff, Flaggen usw. anzeigt.
- Overlays: Widgets auf dem Bildschirm (für dich oder für Streams) wie Kraftstoffberechnung, Abstände und Reifentemperaturen.
- Taktile Rückmeldung: „ShakeIt“-Effekte, die Bass-Shaker oder kleine Motoren für ABS, Kerbs, blockierende Räder und Motorvibrationen ansteuern.
- LEDs & externe Geräte: Schaltblitz-LEDs, Button box und Mikrocontroller-Projekte – je nachdem, wie weit du gehen möchtest.
Brauchst du SimHub als Anfänger?
Nein – und genau das ist der Punkt. SimHub ist am sinnvollsten, wenn du einen klaren Grund hast, es hinzuzufügen:
- Du möchtest einen Dashboard-Bildschirm, weil das HUD deines Monitors zu unübersichtlich wirkt.
- Du möchtest taktile Rückmeldung, weil dir die Hinweise fehlen, die du sonst „am Sitz deiner Hose“ spürst.
- Du fährst Langstreckenrennen und möchtest bessere Informationen zu Kraftstoff und Reifen.
- Du streamst und möchtest übersichtliche Overlays, ohne raten zu müssen.
Wenn du noch an den Grundlagen arbeitest, fang einfach an – und füge SimHub hinzu, sobald es ein echtes Problem löst. (Ein solides Cockpit-Fundament ist wichtiger als zusätzliche Funktionen.)
Ein praktischer „erstes SimHub-Setup“, das nicht ausufert
Schritt 1: Wähle eine Ausgabe
Wähle für deine erste Woche eine dieser Optionen:
- Dashboard-Bildschirm auf einem Smartphone oder Tablet
- Ein Overlay (Kraftstoff, Delta, Streckenkarte)
- Ein taktiler Effekt (ABS ist der Klassiker)
Schritt 2: Platziere es dort, wo du es tatsächlich nutzen kannst
SimHub ist nur hilfreich, wenn die Platzierung stimmt. Wenn du vom Scheitelpunkt wegsehen musst, um die Anzeige zu lesen, wird sie dich langsamer machen.
- Dashboard-Bildschirme funktionieren am besten direkt über dem Lenkrad oder zwischen Lenkrad und Monitoren.
- Overlays sollten dort platziert werden, wohin deine Augen ohnehin gehen: oben mittig oder in den unteren Ecken.
- Taktile Hardware sollte stabil montiert werden, damit die Energie in deinen Körper übertragen wird – und nicht in Klappergeräusche.
Schritt 3: Halte das Rig „wartungsfreundlich“
Der schnellste Weg, SimHub zu hassen, ist ein Upgrade, das jedes Mal neue Probleme verursacht: USB-Aussetzer, brummende Audiogeräusche, lose Kabel und zufällige Verbindungsabbrüche. Wenn du Funktionen hinzufügst, denke wie ein Mechaniker:
- Lass dort Kabelspiel, wo sich das Rig bewegt (Sitzschienen, Lenkradverstellung).
- Trenne Stromkabel möglichst von USB-Signalkabeln.
- Montiere Hubs und Steckdosenleisten so, dass sie nicht herunterhängen und an den Anschlüssen „ziehen“.
Rig-taugliche Ausstattung, die du in Betracht ziehen kannst
- Touchscreen-Dashboard (GT3-Stil) — Eine aufgeräumte Möglichkeit, deinem Cockpit einen dedizierten Dashboard-Bildschirm hinzuzufügen
- Halterungen für Button box / Lautsprecher — Halte die Bedienelemente erreichbar, ohne improvisierte Halterungen zu verwenden
- Tastaturablage für den PC — Macht Menüs, Setup-Änderungen und Boxenarbeit bei Langstreckenrennen deutlich einfacher
Häufige Fehler (und die schnelle Lösung)
- Zu viele Informationen: Beginne mit einer Dashboard-Seite und einem Overlay und füge anschließend nur das hinzu, was du in jeder Session nutzt.
- Dashboard zu niedrig / zu weit entfernt: Wenn du nach unten schaust, verlierst du den Überblick über die Strecke. Hebe das Dashboard an oder vereinfache es.
- Schlechtes Befestigen und trotzdem dem „Fahrgefühl“ hinterherjagen: Taktile Effekte erfordern ein steifes Cockpit und stabile Halterungen, um Klappergeräusche zu vermeiden.
- Kabelführung ignorieren: Das „coole Upgrade“ wird zu einem Zuverlässigkeitsproblem. Sorge von Anfang an für eine saubere Installation.
Fazit: SimHub ist am besten, wenn es ein Problem löst – klarere Informationen, besseres Fahrgefühl oder einen reibungsloseren Ablauf – und nicht selbst zum eigentlichen Projekt wird.
Verwandte Ratgeber
- SimHub-Dashboard auf einem Tablet: Günstiges Setup mit zweitem Bildschirm, das funktioniert
- SimHub-Overlays für Streams: Übersichtliche OBS-Layouts ohne Ablenkungen
- Smartphone-Halterungen und Dashboard-Platzierung: Wo du einen SimHub-Bildschirm an deinem Rig anbringst
- Stereo oder Mono bei taktiler Rückmeldung: 1, 2 oder 4 Transducer erklärt





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SimHub-Dashboard auf einem Tablet: Günstige Einrichtung mit zweitem Bildschirm, die funktioniert
SimHub-Overlays fürs Streaming: übersichtliche Layouts für OBS ohne Ablenkungen